VIDEO: Bevor das Auerwild Jahr beginnt – über Birkhühner im Winter

Eingereicht von Looduskalender - Di, 19.12.2017 - 15.48
Autorid

Video Ahto Täpsi

Foto Arne Ader

Übersetzung ins Englische: Liis

Übersetzung vom Englischen ins Deutsche: Brit

 

Estnischer Text gepostet am 15.12.2017 

 

Birkhahn knabbert an Birkenknospen

Textkörper

 

Birkhuhn     Teder       Tetrao tetrix

 

Wenn man im Winter große prächtige Vögel auf Birken an Waldrändern sieht, dann ist man auf Birkhühner gestoßen. Wenn man jedoch etwas größere Vögel in Kiefernbeständen antrifft sind das vielmehr Auerhühner.

Wenn wir auf Birkhühner treffen, merken wir, dass Männchen und Weibchen ganz unterschiedliches Gefieder haben, was als Sexualdimorphismus bezeichnet wird. Wenn man auf eine kleine Birkhuhngruppe trifft (oft nur ein paar Individuen) besteht sie entweder aus Weibchen oder Männchen. Siehe Beobachtungen der letzten Woche am Ende dieser Geschichte. Sie werden sich im frühen Frühjahr wieder auf den traditionell genutzten Balzplätzchen versammeln.

Den Birkhahn kann man schon Anfang Oktober, nach der Mauser, im schwarzen Hochzeitskleid mit metallischem Glanz sehen. Der leierförmige Schwanz besteht aus bis zu 20 Federn unterschiedlicher Länge, drei oder vier der äußersten sind gekrümmt, die zentralen Federn gerade und wesentlich länger. Auf der Unterseite des Schwanzes sind im Flugbild leuchtend weiße Federn sichtbar. Die Flügelfedern sind auf der Oberseite braun gefärbt mit einem auffälligen weißen Band und Schulterfleck. Bei alten Hähnen sticht die rote federlose Augenbraue hervor.

Körperlänge der männlichen Vögel beträgt etwa einen halben Meter, die Flügelspannweite weniger als 80 Zentimeter. Das Gewicht variiert bei den Individuen zwischen ein und eineinhalb Kilo.

Das Gefieder des Birkhuhns sieht sehr bescheiden aus, aber das gemusterte Gefieder passt sich sehr gut der kahlen Landschaft an. Das Rückengefieder ist in gelben, braunen und grauen Tönen gehalten, gemustert mit schwarzen Streifen und Punkten. Die Brust ist regelmäßig mit Bändern gemustert, wie auch der leicht gegabelte Schwanz (siehe unteres Bild).

Im Winter halten sie sich in der Nähe von Birken und Mischbaumbeständen auf oder Gehölzen am Rande einer offenen Landschaft, da Birkenknospen als auch Kätzchen zu ihrer Hauptnahrung gehören. Birkhühner werden nicht in große Birkenbestände drängen, aber sie suchen in Birkenbeständen in Mooren oder bewaldeten Wiesen nach Nahrung.

In Zeiten mit wenig Schnee ernähren sie sich auch auf sprießenden Getreidefeldern und verschiedenen Sträuchern.

Birkhühner sind Standvögel und bewohnen das Festland als auch größere Inseln, doch wurde ihre Zahl während des letzten halben Jahrhunderts fünf Mal kleiner. So ist die Situation wirklich schlecht.

Ein Grund für den Rückgang der bodenbrütenden Vögel ist die große Zahl kleiner Raubtiere, obwohl die Räude deren  Anzahl reduzierte und die Schweinepest die Wildschweine reduziert hat, aber gleichzeitig umfassende Waldarbeit die Balzgebiete als auch Lebensräume der Birkhühner zerstört hat.

Beobachtungen während der letzten Woche : LINK

 

Tedrekana

Birkhuhn

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