Fichtengeschichte

Eingereicht von Looduskalender - Do, 21.12.2017 - 23.45
Autorid

Text und Fotos  Tiit Huntwww.rmk.ee

Übersetzung ins Englische: Liis

Übersetzung vom Englischen ins Deutsche: Brit

 

Estnischer Text gepostet am 20.12.2017

 

Textkörper

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Historisch wird die Ehre die erste Fichte  im Freien aufgestellt zu haben zwischen Tallinn und Riga geteilt, wo die Mustpeade Vennaskond , Bruderschaft der Schwarzköpfe, in den Jahren 1441 und 1510 jeweils den ersten öffentlichen Weihnachtsbaum aufgestellt hatten. Doch es gibt immer noch Uneinigkeit – welcher war der Erste?

 

Weihnachtsbäume für zuhause begannen sich in Estland, beeinflusst durch deutschen kulturellen Einfluss, im 18. Jahrhundert zu verbreiten und Ende des 19. Jahrhunderts war es bereits gängig, eine Fichte für Weihnachten hereinzuholen.

Aber auch hier gibt es ein Aber, es gibt Orte in Estland wo eine Kiefer der Weihnachtsbaum ist! So ist es z.B. in Kihnu.

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In früheren Zeiten bestand die Volkstradition in Estland darin, Heu oder Stroh hereinzutragen, je nachdem, was gerade in der Nähe war und als Symbol des Lebens immergrüne Zweige. Von Letzterem stammt der Brauch, Zimmer mit Nadelbaumgirlanden zur Wintersonnwende zu schmücken.

 

Eine Girlande aus immergrünen Zweigen herzustellen, ist eigentlich eine einfache Alternative, um ein wenig traditionellen Weihnachtsgeruch hereinzubringen. Und das Beste von allem – es ist sehr wahrscheinlich, dass jeder, zumindest alle Haus- oder Cottage-Besitzer das benötigte Material zur Hand haben und es ist nicht nötig in Läden zu gehen um sich ins Gedränge von Einkaufswütigen zu mengen.

Eine Girlande zu machen ist leicht, aber etwas zeitaufwändig. Zuerst gehen Sie mit einer Gartenschere um das Haus herum und schneiden  aus der Fichtenhecke – die schon längst beschnitten werden müsste – einen geeigneten Bund Fichtengrün. Oder benützen sie die, die übrig waren, als die Fischte, die aus dem Wald gebracht worden war, aufgestellt wurde. Oder gehen Sie in den nahegelegenen Wald  und sammeln Äste auf, die von den immer wieder windgepeitschten Kiefern abgefallen sind und kombinieren diese mit Preiselbeer-, Heidelbeer- oder Heidekrautstängeln.

 

Als nächstes sollte eine geeignete Handvoll Zweige, 10 – 15 cm lang an einem Rahmen aus irgendeinem vorhandenen Material befestigt werden. Ein runder Rahmen kann aus Weidenzweigen, stabilen Metalldrähten oder z.B. aus einem Drahtkleiderbügel gemacht werden – so ist auch das Hängeproblem gelöst.

 

Dann gibt es kein Problem mehr, die Fichtenzweige müssen nur so befestigt werden, dass man die Befestigungspunkte nicht sieht und eng an die Basis gebunden werden. Jede Art von formbarem Handwerk oder Garten-Metalldraht genügt, z.B. der benutzt wird, um Pflanzen im Gewächshaus zu befestigen.

 

Das ist alles, die Girlande ist bereit, aufgehängt zu werden!

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