Das Gebären der Robben darf nicht gestört werden

Eingereicht von Looduskalender - Mo., 06.03.2017 - 17.10
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Der Estnische Umweltausschuss informiert

Fotos Roland Müür

Übersetzung ins Englische: Liis

Übersetzung vom Englischen ins Deutsche: Brit

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hallhüljes
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Kleine Kegelrobbe ruht auf dem Eis in der Bucht von Pärnu

 

Robben zu stören kann sowohl gefährlich für die jungen Robben sein, als auch für die Menschen da die Robben Weibchen einen Eindringling angreifen können um ihren Nachwuchs zu verteidigen.

Zwei der drei Robbenarten der Ostsee sind in Estland zuhause: die Kegelrobbe und die Ringelrobbe. Manchmal, aber selten, kann auch der Seehund zu Besuch kommen; dessen Lebensraum ist der südliche Teil der Ostsee, um Süd-Schweden und die Dänische Meerenge  .Im Frühjahr wechseln die Estnischen Robben ihr Fell, sitzen auf Felsen; im Sommer schwimmen sie jedoch im Meer um eine ausreichende Fettschicht für den Winter anlegen zu können und sich auf die Geburt ihres Nachwuchses im Winter vorzubereiten.

Die übliche Zeit für das Gebären der Robben hat bereits begonnen – die Jungen, in weißem Babyfell, kommen ab der zweiten Februarhälfte bis Mitte März auf die Welt. Wenn möglich bleiben die Robben fern von Menschen. Das ist am einfachsten in kalten Wintern, wenn das Meer zum Großteil gefroren ist. In wärmeren Wintern müssen sie mit dem zurechtkommen, was die Natur ihnen bietet – das letzte Eisfleckchen oder eine Insel zu finden, wo es möglich ist, in Ruhe zu gebären. Trockenes Land passt jedoch nur den Kegelrobben zum gebären, die gefährdeten und wenigen Ringelrobben können ihren Nachwuchs nur auf Eis zur Welt bringen.

„Robben würden es bevorzugen in kaltem sauberen Schnee zu gebären, aber in wärmeren Perioden müssen sie damit zurechtkommen Seite an Seite auf nackter und feuchter Erde zu liegen. Bei modrigen Verhältnissen werden sie leichter krank und die größeren können versehentlich über die Kleineren robben, was zu einer hohen Todesrate für die Jungen führen kann. Das Wichtigste ist, dass Menschen die Robben,  die ans Ufer gekommen sind, nicht stören, sondern sie in Ruhe lassen um  sich zu erholen und zu wachsen“, erklärt Roland Müür vom Umweltausschuss.

Bei der Geburt wiegen Kegelrobben 11-12 kg und wachsen schnell während der Stillperiode, indem sie bis zu 2 kg pro Tag zunehmen. Der Grund dafür ist der außergewöhnlich hohe Prozentsatz von Fett in der Robbenmilch, ungefähr 50%. Das Säugen dauert drei Wochen und danach müssen die jungen Robben schon in der Lage sein, selbständig zu sein. Im Frühjahr warten Paarung und Fellwechsel, im Sommer Fischfang und Fettreserven anlegen.

Bei der Analyse von alten Jagddaten haben Forscher geschätzt, dass vor einem Jahrhundert 80.000 – 100.000 Kegelrobben in der Ostsee waren. In den 70-igern sank die Anzahl durch intensive Jagd und die Verschmutzung des Meeres auf nur 5-7%  der früheren Zeiten. Heute erholt sich die Anzahl der Kegelrobben, die Ostseepopulation ist etwas mehr als 30 000 Tiere und erhöht sich um 5-6% pro Jahr.

 

Weitere Information:
Roland Müür, Umweltausschuss 

roland.myyr@keskkonnaamet.ee 

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